Neuer Zugang bei Hüft-OP bringt zusätzliche Vorteile
- 10.08.2026
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- Barmherzige Schwestern Ried
„Es ist alles bestens verlaufen, ich bin sehr zufrieden, wie es vorangeht. Die Lebensqualität ist jetzt eine ganz andere als vorher.“ Das sagt Rudolf Wingoff knapp vier Wochen nach dem Eingriff, mit dem ihm ein neues Hüftgelenk implantiert wurde. Bei dem 73-jährigen Innviertler kam eine neue Methode zum Einsatz. „Diese spezielle Variante des sogenannten DAA-Zugangs ist ein modernes, weltweit etabliertes Verfahren, das die minimal-invasive Hüftchirurgie weiter verfeinert und zusätzliche Vorteile bietet“, erklärt Prim. Priv. Doz. Dr. Dominik Holzapfel, Leiter der Abteilung für Orthopädie im Krankenhaus Barmherzige Schwestern Ried.
Weniger Schmerzen, raschere Heilung
Mit leicht veränderter Weichteilexposition werden dabei keine Muskeln durchtrennt, sondern nur beiseitegeschoben. Durch dieses „Fenster“ lässt sich das Implantat sehr gut einsetzen. Auch Sehnen und Nerven im OP-Gebiet bleiben intakt. Die Patient*innen haben nach dem Eingriff weniger Schmerzen, die Heilungsdauer verkürzt sich deutlich, und das Bein ist unmittelbar nach der Operation voll belastbar. „Ich bin schon nach wenigen Stunden aufgestanden und habe mit dem Physiotherapeuten erste Übungen gemacht“, berichtet Rudolf Wingoff. Vier Tage später war er wieder zuhause.
Darüber hinaus ist das neue Operationsverfahren effektiver und weniger aufwändig. Weil die Patient*innen anders gelagert werden, sind spezielle Vorrichtungen am OP-Tisch zur Fixierung des Beins nicht mehr notwendig. „Größtmögliche Sicherheit und hohe Effizienz sind heutzutage Voraussetzung für eine erfolgreiche Versorgung. Mit der neuen Methode lässt sich die Beinlänge während der Operation noch genauer einstellen und die Stabilität besser überprüfen“, ergänzt Prim. Holzapfel. Sein Fazit: „Mit diesem modernen, sicheren Zugang geht es den Patientinnen* und Patienten* schneller wieder gut“.
Unterstützt wird der raschere Heilungsverlauf im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried durch ein ausgefeiltes „Fast-Track“-Programm. Es umfasst neben modernsten
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Anästhesieverfahren und individueller Schmerzbehandlung auch eine gezielte Vorbereitung, Schulung und Motivation der Patient*innen sowie Training für die Mobilisation bereits vor der OP.
Neuer Standard beim Hüftgelenksersatz
In Hinblick auf Versorgungsqualität und Zufriedenheit der Patient*innen soll das moderne, schonende und sichere Operationsverfahren beim Hüftgelenksersatz im Innviertler Schwerpunktspital nun Standard werden. Dabei fließen die langjährige endoprothetische Expertise von Prim. Holzapfel aus der Regensburger Arbeitsgruppe um Prof. Grifka sowie das bisherige Know-how der Rieder Orthopädie unter Prim. Freund in das Behandlungskonzept mit ein. „Die neue Methode vereint also das Beste aus mehreren Welten. Wir verbinden modernste Techniken mit bewährter operativer Erfahrung“, betont der Ärztliche Direktor Dr. Johannes Huber.
Das sieht offenbar auch Rudolf Wingoff so, denn er sagt: „Wenn ich einmal ein neues Knie brauche, lasse ich das auf jeden Fall auch in Ried machen!“
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